Kreuzspitze und Großvenediger
Gipfeltouren
 
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SymbolÄltere Bilderserie von einer Gipfeltour

 

 

I ♥ HIBI aktualisiert: 18.05.12
(CSS3)

Tour liegt außerhalb des Virgentals

Großglockner 3.798 m

Österreichs höchstem Berg auf's Haupt

Die Besteigung von Österreichs höchstem Gipfel wird im Normalfall zwei Tage in Anspruch nehmen. Eine mögliche Va­riante sieht die Übernachtung auf der Stüdlhütte vor.

Am ersten Tag fahren wir von Kals aus über die mautpflichtige Kalser Glocknerstraße zum Lucknerhaus und stellen dort das Auto ab. In etwa 3 Stunden gehen wir über die Lucknerhütte zur Stüdlhütte in 2.800 m Höhe, wo wir übernachten.

Der zweite Tag beginnt relativ gemütlich. Nur mäßig steigend geht es in etwa 1½ Stunden über das Ködnitzkees (Gletscher: Anseilpflicht!) zu einem schroffen Felssporn, der zur Adlersruhe aufstrebt. In einer knappen Dreiviertelstunde klettern wir in z. T. großen Tritten auf dem meist seilversicherten Steig zur Erz­herzog-Johann-Hütte (3.454 m) auf.

Nach einer Verschnaufpause geht es nun bald über das 35° steile Glocknerleitl, ein Schnee- und Firnfeld, auf dem wir Steigeisen und Pickel benötigen. Nach etwa einer Stunde erreichen wir den Felsaufbau des Kleinglockners mit ein­ge­rammten Stahlstangen zur Fixierung des Seils. In steiler Kletterei geht es dann zur Gipfelschneide des Kleinglockners, die – je nach Wetterbedingungen – von einer mehr oder weniger aus­ge­präg­ten Wechte gekrönt ist. Diese wird möglichst weit links betreten, denn rechts droht das Abbrechen und somit ein kilometertiefer Absturz!

Spätestens auf dem Kleinglockner werden wir eine stau­bedingte Pause einlegen müssen. Es geht dann weiter über das etwa acht Meter lange und nur ein paar Hände breite, sehr ausgesetzte Glocknerschartl, das gerne vereist und somit sehr adrenalinträchtig ist!

In einer weiteren halben Stunde führt eine ausgesetzte Kletterei über zunächst recht glatten, dann aber gut gestuften Fels steil auf den Gipfel des Großglockners.

Der Abstieg erfolgt auf dem Anstiegsweg und ist relativ anstrengend, da weite Passagen abgeklettert werden müssen! Wenn man dann am frühen Abend wieder am Parkplatz ist, weiß man, was man geschafft hat! 

Diese Tourenbeschreibung steht hier nur der Voll­stän­dig­keit halber! Sie darf nicht alleinige Grundlage für eine Tour auf den Großglockner sein! Die Gipfeltour ist eine ernste Bergfahrt und darf nur in kompetenter Seilschaft oder unter Leitung eines Bergführers unternommen werden!
Toureninfo

SymbolAnstrengende Gipfeltour mit un­ter­schiedlichen Anforderungen an die Kondition, je nachdem, von welchem Stützpunkt aufgestiegen wird und wie die Tagesetappen geplant werden. Die Tour geht weit über die 3.000m-Grenze und kann für Leute aus den tieferen Regionen oder für schlecht Akklimatisierte Atemprobleme mit sich bringen! Zeiten: Von der Stüdl­hütte zur Erzherzog-Johann-Hütte: 2h - 2½h; von der Erzherzog-Jo­hann-Hütte auf den Gipfel: 1½h bis 2h. (Siehe aber Hinweis «Stau­ge­fahr» unten!) Hö­hen­meter: Stüdl­hüt­te - Erzherzog-Jo­hann-Hütte: ca. 650 Höhenmeter; weiter auf den Gipfel ca. 350 Hö­henmeter.

SymbolViele ausgesetzte Stellen, jähe Ab­grün­de! Die Überschreitung der Schnei­de am Kleinglockner und das Passieren des Glocknerschartls er­for­dern Beherztheit!

SymbolNur für wirklich Geübte! Man muss sich sicher in allen alpinen Ge­ländeformen bewegen können! Die Verhältnisse am Großglockner wer­den extrem von Jahreszeit und Wet­ter bestimmt! Gletscher, Altschnee, Neuschnee, Eis und Felsen müssen sicher beherrscht werden. Der Um­gang mit Steigeisen und Pickel sollte nichts Neues sein! Kletterkenntnisse sind erforderlich!

  Symbol Die Tour darf nur innerhalb einer wirklich kom­pe­ten­ten Seil­schaft oder mit einem Bergführer unter­nommen werden!

Achtung Staugefahr!

Am kürzesten fällt der Gipfelaufstieg aus, wenn auf der Erzherzog-Johann-Hütte («Adlersruh») in 3.354m Höhe übernachtet und am nächsten Tag losgegangen wird. Dann allerdings reiht man sich in die Scharen der anderen Gipfelstürmer ein, die sich dann mit ziemlicher Sicherheit im Weg stehen!

Etwas einsamer kann man es haben, wenn man die längere Variante wählt und die Stüdlhütte (2.800 m) als Basislager wählt. Man erreicht den Gipfel etwas später, muss allerdings auch damit rechnen, dass viele Seilschaften noch auf dem Rückweg sind. Auf jeden Fall muss am Großglockner mit Stau gerechnet werden.

 

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