Keine Angst vor Schneefeldern!
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SymbolTourenbericht (1997)

SymbolHomepage: Neue Reichenberger Hütte

Gipfel

Erfordert etwas Beherztheit! Gösleswand 2.912 m

 

 

I ♥ HIBI aktualisiert: 04.05.12
(CSS3)

Eine verschärfte Durchquerung

Die Überschreitung der Lasörlinggruppe

Die Durchquerung der Lasörlinggruppe juckt jeden ausdauernden Berggeher. In Erweiterung zur normalen, «kurzen» Route schildere ich hier eine begeisternde Variante, die allerdings ein bisschen Ehrgeiz und Masochismus verlangt! Eine Tour mit Biss!

Toureninfo

Sehr gute Ausdauer erforderlich!Sehr stramme Tagestour für wirklich aus­dauernde Berggeher! Die beiden aufgeführten Abkürzungsvarianten entschärfen sie, die Tour bleibt aber lang! Gesamtgehzeit: 8-9 h.
Höhenmeter: St. Jakob - Neue Reichenberger Hüt­te: 1.200m Aufstieg; Hütte - Michltalscharte: 200m Aufstieg, 280m Abstieg, 140m Aufstieg; Scharte - Lasnitzenhütte: 760m Abstieg; Lasnit­zen­hütte - Tal: 550m Abstieg.

Harmlos! Keine Angst!Keine besonderen Problemstellen, lediglich der Aufstieg zur Michltalscharte erscheint manchem etwas schroff. Die Gösleswand ist ungefährlicher, als sie aussieht, aber auf dem Gipfel ist Schwin­delfreiheit sicherlich von Nutzen.

Nichts für Anfänger!Ab der Neuen Reichenberger Hütte erfordert die beschriebene Grundvariante je nach Jahreszeit und Wetterlage ein wenig Einfühlungsvermögen (z. B. Umgehen von Schneefeldern) sowie die Fähigkeit, sich in «unfreundlichem» Gelände mit z. T. steilen Tritten sicher fortbewegen zu können. Erfahrung ist auch für die Einschätzung der eigenen Leis­tungs­fähigkeit sowie der Wetterlage erforderlich. Es gibt zwei Abkürzungsmöglichkeiten, die u. U. hilfreich sind!

Varianten

VarianteAusdauer erforderlich! Abkürzung 1: Von der N. Reichenberger Hütte über die Bachlenke und das Großbachtal in etwas über 2h zur Pebell-Alm bzw. Islitzeralm. Ein­fach­ster Weg durch die Lasörlinggruppe, der abge­sehen von der notwendigen Ausdauer keine be­son­deren Anforderungen mit sich bringt.

VarianteAusdauer erforderlich! Abkürzung 2: Von der N. Reichenberger Hütte über die Rote Lenke hinab auf den Klein­bachboden wie in der Grundvariante beschrieben und von dort durch das Kleinbachtal in ca. 1½h zu den beiden Jausenstationen. Der raue Weg von der Roten Lenke hinab erfordert etwas Erfahrung in «un­freundlichem» Gelände. Achtung: Im Kleinbach­bo­den geht es zunächst ein wenig aufwärts, bevor der Weg nach der Umgehung einer Steilstufe ins Tal hinabführt. Je nach Zustand der aufgestellten Wegweiser ist dies nicht immer sofort ersichtlich!

VarianteSehr gute Ausdauer erforderlich! Anstrengend: Der Abstieg ins Virgental kann durchaus auch über die Daberlenke erfolgen. Das scheint ein wenig kürzer zu sein, ist aber ziemlich anstrengend und anspruchsvoll. Von der Rei­chen­berger Hütte müssen wir mit etwa 3½ - 4h bis zur Islitzer- bzw. Pebellalm rechnen. Details zu dieser Tour: SymbolDurch das Dabertal

 

Für diese recht stramme Tagestour muss man recht früh in St. Jakob im Defereggental sein! Entweder erwischt man in Hinterbichl bzw. Prägraten den ersten Bus oder man fährt selbst mit dem Auto, das man an einem Ruhetag wieder abholt. Selbstverständlich kann man das alles auch als Zweitagestour planen und am nächsten Tag eine Durchquerung zurück machen.

In St. Jakob ist der Weg zur Neuen Reichenberger Hütte gut ausgeschildert. Nach dem gemächlichen Einlaufen im am Morgen kühlen Tal des Trojer­baches haben wir bald die Alternative, den anfangs flacheren Weg über die Trojeralmen oder den relativ schnell nach oben führenden Weg über den Knappensteig zu nehmen. Vom Zeitbedarf her kaum ein Unterschied!

In beiden Fällen sollte binnen 3½, spätestens 4 Stunden die Neue  Reichenberger Hütte erreicht sein. Wer wesentlich länger braucht, sollte eine der möglichen Abkürzungen in Erwägung ziehen!

Die Einhaltung dieses Zeitrahmens ermöglicht eine passable Rast auf der Hütte. Es lohnt sich, die wilde Hüttenumgebung mit dem farbenprächtigen Bödensee und der abschreckenden Felsnase der Gösleswand auf sich wirken zu lassen.

Zu dieser Wand brechen wir nach der Hüttenrast auf, falls wir uns nicht für den kürzesten Abstieg ins Virgental entschieden haben. In Richtung auf die etwa noch 200m höher gelegene Rote Lenke verliert die Gösleswand an Schrecken und kann relativ problemlos bezwungen werden. (Auf- und Abstieg ca. 1¼ Stunden ab Rote Lenke!)

Von der Roten Lenke führt der Weg in mitunter rauem Gelände (Schneefelder bis in den Sommer hinein, ggf. umgehen!) hinunter auf den Klein­bach­boden - hier ergibt sich die zweite Abkür­zungsmöglichkeit.

Der geplante Weg aber wendet sich steil und in mitunter unangenehm hohen Tritten hinauf zur wilden Michltalscharte, auf der man unbedingt noch einmal rasten muss. Soviel Zeit muss sein, um die gewaltigen Eindrücke auf sich wirken zu lassen.

Der Abstieg zur Lasnitzenhütte führt anfangs über unangenehm holperiges und ausgetretenes Ge­lände, hier ist wegen der allgegenwärten Stol­pergefahr Sorgfalt angesagt. Danach erscheint einem der leichte Weg ins Virgental hinunter wie ein lässiger Nachmittagsspaziergang!