Einheitliche Tiroler Beschilderung

 

 

Tiroler Markierung

Das Land Tirol hat eine ein­heitliche Beschilderung und Klassifizierung der Wander- und Bergwege eingeführt. Bo­denmarkierungen sind grund­sätzlich rot-weiß-rot, auf gelben Wegtafeln werden die Wege ausgewiesen. Grund­sätzlich wird zwischen Wanderwegen und Berg­we­gen unterschieden. Wander­we­ge setzen weder Berg­erfahrung noch eine be­stimm­te Ausrüstung voraus. Bergwege verlaufen in der Regel oberhalb der Wald­grenze und verlangen von den Wanderern alpine Grund­kenntnisse. Diese Wege wer­den nach dem Grad der Schwierigkeit in rot und schwarz gekennzeichnete We­ge unterteilt. Ausrei­chen­de Fitness und eine Min­dest­bergausrüstung sind Vorbe­dingung für die roten Wege, eine Person in der Gruppe braucht ausreichende alpine Erfahrung. Bei schwarzen Bergwegen kommt die Not­wen­digkeit von Trittsicherheit und Schwindelfreiheit aller teilnehmenden Personen hin­zu.

Eine Broschüre zur Weg­klas­sifizierung (PDF) kann hier über tirol.at bezogen werden.

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Bewertungsschema

Erläuterung zu meinen Bewertungskriterien.

Es ist schwierig, Bergtouren objektiv zu bewerten. Viele Wanderbücher beschränken sich auf «leicht», «mittel» und «schwierig». Man muss dann aus dem Text selbst entnehmen, ob einem eine Tour zusagt oder nicht.

Gerade beim Bergwandern oder leichten Bergsteigen spielen individuelle, subjektive Faktoren eine starke Rolle. Ich versuche, auf diese Faktoren ein bisschen einzugehen und klassifiziere die von mir selbst begangenen Routen aus eigenem Empfinden und vor allen Dingen auch aus Gesprächen in denen ich meine Touren anderen Bergfreunden erklärt habe. So werde ich oft gefragt, ob man für eine Tour eine sehr gute Kondition braucht und ob es auf der Tour «haarige» Stellen gibt. Die Antworten darauf versuche ich in den beiden Kategorien Ausdauer und Mut zusammen zu fassen. Statt Mut könnte man auch Risiko oder Angstfaktor sagen, ich denke, ihr wisst, was ich meine. Die Kategorie Erfahrung begreift sich als ein wenig objektiver, hier spielen Wegverhältnisse und ähnliches eine Rolle, aber auch eigenes Erleben und Empfinden aus über zwanzig Jahren Bergwandern und Bergsteigen.

Alle Touren auf diesen Seiten sind in den 3 Kategorien in jeweils 3 Stufen klassifiziert. Durch grüne, gelbe und rote Symbolik ist der Charakter jeder Tour sozusagen auf einen Blick erfassbar.

A wie Ausdauer...

Bergsteigen und Bergwandern bedürfen immer einer gewissen Grundkondition und Ausdauer, die auch bei den leichtesten Touren vorausgesetzt werden muss! Das Bergauf- und Bergabgehen sollte keine Mühsal sein, und einen Rucksack in angemessener Größe sollte man auch ohne Murren tragen können!

SymbolSolche Touren erfordern die Grundkondition. Die Touren dauern nur in Einzelfällen mehr als 4 Stunden und überwinden in der Regel auch nicht so schrecklich viele Höhenmeter. Man kann solche Touren weiter entschärfen, indem man sich einfach länger Zeit lässt.

SymbolHier muss man damit rechnen, einen ganzen Tag bergauf und bergab unterwegs zu sein. Eine erhöhte Anforderung an Kondition und Ausdauer ergeben sich aus den längeren Strecken, mehr Höhenmetern und der Notwendigkeit, einen etwas schwereren Rucksack (Getränk!) mitnehmen zu müssen.

SymbolSolche Touren sind auf alle Fälle stramme Touren, die für manche schon die Grenze einer normalen Tagestour überschreiten! Bei widrigen Wetter­ver­hältnissen oder Kon­ditionseinbrüchen kann man dabei in Schwierigkeiten geraten, falls keine Ab­kürzungs- oder Abbruchmöglichkeit besteht.

 

M wie Mut...

Die Kategorie Mut zielt bewusst auf das subjektive Empfinden und soll anzeigen, ob es auf solchen Tou­ren Stellen mit einem erhöhten «Angstfaktor» oder einem subjektiv empfundenen Risiko gibt. Klassische Angst­macher sind Steilhänge mit schmalem Steig, ausgesetzte und seilversicherte Stellen, Schneefelder u. ä.

SymbolBei diesen Touren behaupte ich guten Gewissens, dass niemand, der schon einmal in den Bergen war, problematische Stellen finden wird.

SymbolAuf dieser Tour gibt es eine oder mehrere Stellen, die schwierig zu überwinden sein könnten. Etwa eine felsige Stelle mit Seilsicherung, ein steiler Felsabsturz, ein schräges Schneefeld oder eine harmlose Klet­ter­stelle. Auf alle Fälle verweist das gelbe Mut­symbol auf Stellen, die manch einen zum Umkehren nötigen könnten.

SymbolHier gibt es problematische Stellen mit offensichtlicher Absturz- und damit Le­bens­gefahr. Zur notwendigen Beherztheit gehört hier unbedingt Sicherheit. Ein rotes Symbol sollte jeden ohne Bergerfahrung stoppen, deswegen gibt es auf meinen Seiten auch nie ein Symbolohne ein Symbol! Bei einer solchen Tour bedeutet recht­zei­tiges Um­keh­ren keine Schande! Über­schätzung und Leichtsinn sind leider sehr große Un­fall­ur­sachen in den Bergen!!!

 

 

I ♥ HIBI aktualisiert: 21.05.12
(CSS3)

E wie Erfahrung...

Oft liest man in den Bergen Hinweisschilder «Nur für Geübte». Auch diese Einschätzung unterliegt nur subjektiven Faktoren. Erfahrung hat etwas damit zu tun, wie jemand einen Weg einschätzen kann, sich auf unvorhergesehene Ereignisse (Weg schlechter als beschrieben, Wettersturz u. ä.) einstellen kann, aber auch damit, wie sehr man mit dem Gehen in unwegsamem Gelände (Geröllfelder, holprige Fels­steige...) vertraut ist.

SymbolEinfache Tour! Ein leichte Wanderung über gut ausgebaute und ausgewiesene Wege. Besondere alpine Erfahrungen sind nicht erforderlich, jedoch gilt hier natürlich der generelle Grundsatz, dass in den Bergen alle Wege mit Umsicht und Aufmerksamkeit zu gehen sind. Ich selbst bin auch schon mal auf breitem Weg über eine Baumwurzel gestolpert...

SymbolNichts für Anfänger! Voraussetzung ist auf alle Fälle Trittsicherheit, d.h. die Fähigkeit, in unwegsamem und abschüssigem Gelände jeden Schritt sicher und im Gleichgewicht auch auf kleine Unterlagen zu setzen. Eventuell gibt es hier auch schon Stellen, die Orientierungsfähigkeit fordern, weil Wegweiser über den Winter abhanden gekommen oder Markierungen schlecht lesbar sind. Außerdem sollte man auch ein Gefühl für das Wettergeschehen haben - wer zittert schon gern in einem Gewitter...

SymbolNur für Geübte! Unwegsames Gelände, steile Ab­stürze, fehlende Markierungen oder Wegweiser erfordern höchste Aufmerksamkeit und Orien­tie­rungsfähigkeit. Eine so markierte Tour bedarf über lange Strecken äußerster Konzentration und ist das extreme Gegenteil eines Spazierganges!